Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
 
Quartalston 4/2020

Weinlese in Werschetz

In dem hier präsentierten Tonbeispiel berichtet ein zum Zeitpunkt der Aufnahme 38-jähriger Nachfahre von im 18. Jahrhundert aus der Rheinpfalz ins Banat eingewanderten Deutschen von der Weinlese in Werschetz (Werschitz/Hennemannstadt, Versec, Vârşeţ, Vršac).

Er beschreibt den Fleiß der Werschetzer, die angeblich nur Wein getrunken hätten, kein Wasser, und ihre Begeisterung an der Arbeit im Weinberg. Die Weinlese nennt er ein „fesches Geschäft“. Sein Credo lautet: „Es ist nichts schöner auf der Welt wie so a richtige Weinles‘ und erst recht in einem Werschetzer Weinberg.“

Der als „Rambasch“ bezeichnete „junge“ Wein wird von dem Werschetzer ebenso erinnert wie die als zusätzliche Arbeiter rekrutierten Serben und „Zigeuner“, der Werschetzer Weinmarkt
und das hohe Ansehen des Werschetzer Weines in aller Welt.

Tonarchiv des IVDE, Band 208/I, aufgenommen im Lager Piding bei Berchtesgaden
am 21. September 1956.

Tonarchiv: Dr. Elisabeth Fendl
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