Institut für Volkskunde
der Deutschen des östlichen Europa
IVDE Freiburg
 
Quartalsbild 3/2020

Die Lourdes-Madonna in Maria Radna

Maria-Radna zählt zu den bekanntesten Wallfahrtsorten im Südosten Europas. Die Kirche gehört zur Diözese Temeswar / Timișoara und wurde 1992 von Papst Johannes Paul II. zur päpstlichen Basilika (Basilica minor) erhoben.

Unter der großen Treppe, die zur Basilika emporführt, befindet sich die Maria-Lourdes-Kapelle bzw. die Muttergottesgrotte, in der die oben abgebildete Marienfigur steht. Sie ist umgeben von Blumen und an den Wänden rechts und links hängen zahlreiche Schilder (Votivtafeln) mit rumänischen, ungarischen und deutschen Aufschriften.

Viele Pilger bringen zu dieser Figur materielle Opfer und Spenden.
„Es gab kaum einen Wallfahrer, der nicht eine kleine Gabe Gold hinter das Eisengitter der Maria-Lourd[sic!]-Kapelle geworfen hätte.“ (Klein, S. 121). Wallfahrer beten hier vor dem Aufstieg zur Basilika und/oder auch nach der Messe, bevor sie den Heimweg antreten.

Die hier gezeigte Aufnahme entstand im Rahmen einer Forschungs-
reise von Johannes Künzig und seiner Assistentin Waltraut Werner (seiner späteren Ehefrau) ins rumänische Banat im August und September 1969. Sie zeichneten auf dieser Fahrt Volkslieder, Schilderungen über Bräuche und mundartliche Erzählungen in den ehemals deutschen Dörfern auf. Während dieser Reise besuchten sie auch den Wallfahrtsort Maria-Radna.

Quellen:
FunkForum e. V.: Wallfahrt der Neuarader nach Maria Radna 2011, URL: https://m.youtube.com/watch?v=kWwGr5GBnbc (zuletzt abgerufen am 01.07.2020).
Klein, Hans: Die Wallfahrt nach Maria-Radna. In: Donau-Schwaben-Kalender (1987), S. 119‒122.
Projekt „Deutsche Spuren entlang der Donau – reisen, begegnen, erleben“ der Stiftung Donauschwäbisches Zentralmuseum, Ulm, URL: http://danube-places.eu/index.php?option=com_content&view=article&id=127&catid=15&lang=de&Itemid=235 (zuletzt abgerufen am 01.07.2020).
Roos, Martin: Maria-Radna. Ein Wallfahrtsort im Südosten Europas. 2 Bde., Regensburg 1998 und 2004.

Bildarchiv: Teresa Volk
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