Das Johannes-Künzig-Institut dokumentiert und analysiert die historische und gegenwärtige
Popular- und Alltagskultur der Deutschen in und aus Ost-, Ostmittel- und
Südosteuropa. Über die Arbeit mit den umfangreichen, laufend ergänzten
Material- und Archivbeständen des Hauses hinaus werden empirische Methoden und Feldforschung angewandt.
Die Erkenntnisinteressen des JKI haben sich in den
letzten Jahren konsequent von der ursprünglichen Vertriebenenvolkskunde zu
modernen Fragestellungen hin entwickelt. Neben seinen traditionellen, aus
den Archivbeständen resultierenden historischen Forschungsaufgaben widmet
sich das Institut heute verstärkt der Analyse kultureller Phänomene im
Zusammenhang mit der europäischen Integration. Nicht zuletzt im Hinblick auf
die EU-Osterweiterung unterhält das Institut Beziehungen zu verschiedenen
wissenschaftlichen Einrichtungen vor allem in Polen, der Tschechischen
Republik und in Ungarn.
Zur Förderung des wissenschaftlichen
Austausches zwischen Ost und West gewährt das Land Baden-Württemberg
regelmäßig Stipendien für Studierende und Graduierte aus osteuropäischen
Staaten.
Für weitere Informationen verweisen
wir auf folgende Publikationen:
Habenicht, Gottfried:
Das Johannes-Künzig-Institut für ostdeutsche Volkskunde. In:
Jahrbuch für ostdeutsche Volkskunde 35/1992, S. 409-424.
Mezger, Werner: Mit
der Wende nicht zu Ende: Das Freiburger Institut für ostdeutsche Volkskunde
zwischen alten und neuen Zielen. In: Jahrbuch für deutsche und
osteuropäische Volkskunde 42/1999, S. 1-19.
Retterath, Hans-Werner: Das
Johannes-Künzig-Institut in Freiburg/Breisgau: eine Archiv- und Forschungseinrichtung
zur Volkskunde der Deutschen in und aus dem östlichen Europa.
In: Bendel, Rainer; Janker, Stephan M. (Hg.): Vertriebene Katholiken.
Impulse für Umbrüche in Kirche und Gesellschaft. (Beiträge zu Theologie,
Kirche und Gesellschaft im 20. Jahrhundert, Bd. 5). Münster 2005, S. 159-176.